Für eine klimafreundlichere Industrie müssen auch CO₂-Emissionen berücksichtigt werden, die sich nicht vollständig vermeiden lassen. Carbon Capture Utilisation and Storage – kurz CCUS – eröffnet die Möglichkeit, dieses CO₂ abzuscheiden, zu nutzen oder dauerhaft zu speichern. Doch mit der Abscheidung allein ist es nicht getan: Damit CCUS im industriellen Maßstab funktioniert, braucht es eine durchgängige CO₂-Logistik. DB Cargo BTT entwickelt dafür sichere, flexible und skalierbare Konzepte für den CO₂-Transport.
Was bedeutet Carbon Capture Utilisation and Storage?
In Branchen wie der Zement- und Kalkindustrie oder der Abfallwirtschaft lassen sich bestimmte CO₂-Emissionen nicht vollständig vermeiden. Diese sogenannten „Hard-to-abate“-Industrien benötigen ergänzende Lösungen, um ihre Klimaziele zu erreichen.
CO₂-Transport auf der Schiene: flexibel und früh verfügbar
Ein flächendeckendes CO₂-Pipelinenetz wird erst schrittweise entstehen, und nicht jeder Industriestandort wird direkt angeschlossen sein. Die Schiene kann bereits in der Aufbauphase erste Transportlösungen ermöglichen. Dabei nutzt sie die bestehende Schieneninfrastruktur, bindet dezentrale Industriestandorte flexibel an und lässt sich mit steigenden Mengen ausbauen. In Zukunft wird die Schiene zum zentralen Bestandteil multimodaler Transportketten: Sie verbindet Industriestandorte mit CO₂-Hubs, Häfen und Pipeline-Zugängen und bedient zugleich Relationen ohne direkte Pipeline-Anbindung.
So funktioniert CO₂-Logistik
Für den Transport wird das abgeschiedene CO₂ verflüssigt und bei rund -30 Grad Celsius und einem Druck von 12 bis 15 bar (medium pressure „MP“) in geeignete, isolierte Kesselwagen gefüllt. Ein Wagen kann etwa 60 Tonnen CO₂ aufnehmen. DB Cargo BTT befördert das CO₂ von der Industrieanlage zu einem CO₂-Hub, Hafen, Pipeline-Zugang oder direkt zu einer Speicher- beziehungsweise Nutzungsstätte. Dort kann es zwischengelagert, umgeschlagen oder für den Weitertransport per Schiff oder Pipeline vorbereitet werden. So entstehen durchgängige multimodale Transportketten.
Unsere Lösungen für den sicheren und skalierbaren CO₂-Transport
Jede CO₂-Transportkette stellt andere technische, betriebliche und infrastrukturelle Anforderungen. DB Cargo BTT entwickelt deshalb gemeinsam mit den Kunden passgenaue Lösungen für die CO₂-Logistik – von der ersten Projektidee bis zur operativen Ausgestaltung.
Dazu gehören insbesondere:
- Analyse von CO₂-Quellen, Zielorten, Relationen und Mengenentwicklungen
- Prüfung von Gleisanschlüssen, Verladeanlagen und Umschlagpunkten
- Entwicklung geeigneter Wagen-, Zug- und Betriebskonzepte
- Planung multimodaler sowie nationaler und grenzüberschreitender Transportketten
- Bedarfsgerechter Aufbau und Ausbau der Transportkapazitäten
Sicher und europäisch vernetzt
Beim Transport von CO₂ hat Sicherheit höchste Priorität. DB Cargo BTT verbindet langjährige Erfahrung in der Gefahrgutlogistik mit dem europäischen Netzwerk von DB Cargo. Abgestimmte Sicherheitskonzepte, standardisierte Prozesse und klar definierte Verantwortlichkeiten schaffen die Grundlage für zuverlässige nationale und grenzüberschreitende Verbindungen – von der Verladung bis zur Übergabe an der Speicher- oder Nutzungsstätte.
Wer CO₂ abscheiden, nutzen oder speichern möchte, sollte die Logistik frühzeitig mitplanen. DB Cargo BTT führt technische und betriebliche Anforderungen zusammen und entwickelt aus ersten Projektideen tragfähige Transportketten.
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Bjarne Regenbrecht
Project Manager CO₂-Logistik & Wasserstofflogistik